Lettenbichler: Aufbrechen der gemeinsamen Strompreiszone mit Deutschland würde hunderte Millionen Euro jährlich kosten

Seit 2002 sind der deutsche und der österreichische Strompreismarkt in einer gemeinsamen Preiszone zusammengefasst. "Dieser gemeinsame Markt war in den vergangenen Jahren das Role-Model für einen europäischen Energiebinnenmarkt. Nun empfiehlt die europäische Regulierungsbehörde ACER in einem heute veröffentlichten Bericht eine Aufspaltung dieser gemeinsamen Preiszone", sagt ÖVP-Energiesprecher Josef Lettenbichler. "Eine Teilung würde jüngsten Berechnungen der Austrian Power Grid zufolge einen Schaden von hunderten Millionen Euro pro Jahr für die österreichische Volkswirtschaft verursachen. Anstatt daher den Energiemarkt aufzuspalten, sollte der grenzüberschreitende Stromhandel weiter forciert und entwickelt werden", so Lettenbichler.
Die Folgen einer Aufteilung der gemeinsamen Preiszone wären steigende Energiepreise für die Bevölkerung und die Unternehmen. "Besser für die Bevölkerung und die Wirtschaft ist mittel- und langfristig gesehen eine Erweiterung der gemeinsamen Preiszone auf die Nachbarländer Deutschlands. Dafür sind aber derzeit noch enorme Investitionen in den Netzausbau in diesen Ländern, vor allem in Tschechien und Polen, nötig", so der ÖVP-Energiesprecher abschließend.