Lettenbichler: Auflösung der gemeinsamen Strompreiszone falsches Signal

Mit Bedauern nimmt ÖVP-Energiesprecher Abg. Josef Lettenbichler die Entscheidung der Deutschen Bundesnetzagentur zur Kenntnis, ab Juli 2018 eine Engpassbewirtschaftung an der Grenze zu Österreich zu errichten. "Anstatt an einem europäischen Energiemarkt zu arbeiten, setzt die Deutsche Bundesnetzagentur einen nationalen Alleingang und handelt damit dem Ziel eines gemeinsamen EU-Energiebinnenmarktes zuwider. Jetzt muss geprüft werden, wie die Engpassbewirtschaftung konkret umgesetzt werden soll und ob juristisch dagegen vorgegangen werden kann", sagt Lettenbichler.
Der Ankündigung der Deutschen Bundesnetzagentur zum Trotz werde Österreich weiterhin das Gespräch mit Deutschland suchen, um eine Einigung zu finden. "Das Problem im Stromnetz ist nicht die Deutsch-Österreichische Grenze, sondern ein Engpass im innerdeutschen Stromnetz. Um diesen zu beheben, wird in den kommenden Jahren ein enormer Investitionsaufwand von Nöten sein", betont der ÖVP-Energiesprecher.
Für Lettenbichler ist die deutsch-österreichische Strompreiszone ein Musterbeispiel für einen funktionierenden, länderübergreifenden Energiemarkt. "Unser Ziel muss es weiterhin sein, langfristig einen gemeinsamen gesamteuropäischen Energiemarkt zu schaffen. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur ist dabei leider das falsche Signal. Dass dies noch dazu einen funktionierenden Markt aufzutrennen droht, ist umso mehr bedauerlich", so Lettenbichler abschließend.